Lyrik

Gesang vom Queren der Linien

Suche im Leeren dir Platz für Gebiete, doch siehe, es bist nicht nur du, der da plant
Klug sind die Spieler des Go
Halte dich fern von der Stärke des Gegners, doch achte darauf, nicht zu zaghaft zu sein
Leicht sind die Steine des Go
Bau deine Gruppen wie großes Gebiet, aber wenn es zerfällt, sei sein Fall deine Kraft
Weit sind die Mauern des Go
Halte den Druck auf die Steine des Gegners und kämpfe, solange die Vorhand dir bleibt
Wild sind die Mächte des Go, die euch treiben auf
schwankendem Grat durch das Dickicht der Leere der Punkte, bis einer im Streit unterliegt
Still sind die Donner des Go
Weißt du von Weisen die Schlüssel zur Lösung, so weißt du von ihnen das Gegenteil auch
Schwarz ist die Tiefe des Go
Raum oder Zeit, es sind immer die Steine, die niemals zuvor diese Netze gewebt
Klar sind die Augen des Go
Klar ist die Wahrheit der zahlreichen Wege, doch endlich der Sterblichen irrender Pfad
Hell ist die Freiheit des Go

batalanto




Das andere, Feind,
Eng wie eine Schlangenhaut
Schmiegt es sich an mich.

lepi


Auf dem Brett

Wenn zwei Persönlichkeiten sich begegnen
Auf dem Brett
Sich im Ganzen voneinander abgrenzen
Friedlich oder feindlich
Schwarz oder weiß
Fügen sich ihre Charaktere zu einem Bild
In dem die Grenzen verschwimmen
Auf dem Beide
Sieger sind

Sternentau


Namenlos Go

Wie so ein Universum entsteht
Aus Menschenhand
Wie Sterne so aus Sternendosen
Wie Sternschnuppen aufs Brett gleiten
Und so Sternenhaufen oder Galaxien
Entstehen und wieder vergehen
So erscheint mir der menschliche Geist
Als etwas Wunderbares

Sternentau


Ruhende Bewegung

Ruhende Bewegung
Stein für Stein
Statisch und fließend
Schwarz und weiß
So leblos und
Doch organisch
Es scheint fast
Als würden
Die Steine
Mit uns
Spielen

Sternentau